Grafikkarten Busschnittstelle.

Über die Schnittstelle zum Bussytem, übermittelt die CPU die entsprechenden Bilddaten an den Grafikchip.
Es gibt verschiedene Schnittstellen auf dem Motherboard, an denen Grafikkarten angesteckt werden. Im Großen und Ganzen sind es 5 verschiedene Möglichkeiten:
ISA ( Industry Standard Architecture )
Der ISA Bus wird mit einem Takt von 8 MHz betrieben, besitzt eine Übertragungsrate von 5 bis 8 MB pro Sekunde bei einer Bandbreite von 8 Bit bzw. 16 Bit. Die ISA Schnittstelle wurde vorallem früher verwendet und findet heute kaum noch Bedeutung.

VESA Local Bus ( Video Electronics Standard Association)
Der VESA Local Bus wird mit bis zu 50 MHz betrieben. Bei 33 MHz Bustakt erreicht man über diese Schnittstelle eine Übertragungsrate von 132 MB pro Sekunde. Die Busbreite beträgt 32 Bit.
PCI ( Peripheral Component Interface)
Der PCI Bus wird mit 33 MHz Taktrate betrieben wobei eine Übertragungsrate von 132 MB pro Sekunde erreicht wir. Der Unterschied zum VESA Local Bus ist die Bandbreite, die bei PCI 32 Bit bzw. 64 Bit beträgt. Die PCI Schnittstelle wurde von Intel entwickelt zum Datenaustausch für Steckkarten (Netzwerk-, Sound- oder TV-Karten)
AGP ( Accelerated Graphics Port )
1997 wurde die leistungsstarke AGP Schnittstelle eingeführt, die ausschließlich für Grafikkarten konzipiert wurde. Der AGP-Steckplatz ist im Normalfall mit der doppelten Taktrate der PCI-Steckplätze getaktet. Sie erlaubt der Grafikkarte den direkten Zugriff auf den Arbeitsspeicher.
Es wird bei der AGP Schnittstelle zwischen AGP 1x, AGP 2x, AGP 4x unterschieden:
AGP 1x = 266 MB pro Sekunde Übertragungsrate
AGP 2x = 533 MB pro Sekunde Übertragungsrate
AGP 4x = 1056 MB pro Sekunde Übertragungsrate
Der AGP Bus kann also viermal so schnell getaktet werden wie der PCI Bus und erreicht damit einen Bustakt von 133 MHz. Der AGP Bus greift direkt auf den RAM des Rechners zu , was eine Entlastung der CPU zur Folge hat.
PCI-Express (Peripheral Component Interconnect Express)
Der Nachfolger von AGP heißt PCI-Express. Mitte 2002 wurde der PCI-Express als Standard verabschiedet und ist damit die neuste Hochleistungsschnittstelle. Um PCI-Express nutzen zu können benötigt man eine komplett neue Hardware da dieser neue Standard nicht abwärtskompatibel ist.
Vorteil zum früheren parallelen PCI-Bus ist, dass die PCIe kein geteiltes (shared) Bus-System, sondern eine separate serielle Punkt-zu-Punkt-Verbindung hat. Die Datenübertragung erfolgt über sogenannte Lanes. Dabei ist zu beachten das jede Lane aus einem Leitungspaar für das Senden und einem zweiten Paar für das Empfangen besteht. Die einzelne Komponenten werden dann über sogenannte Switches verbunden.
Wie die AGP hat auch die PCIe x Varianten. Normalerweise ist sie als x1 im Einsatz in speziellen Bereichen (Server- und Workstationbereich, Graphics, PEG) geht das ganze aber auch bis x16 hoch.
Weitere Eigenschaften: vollduplexfähig, Hot-Plug-fähig)
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